Schriftvergleichung

Irene Altmann & Dieter Altmann in Leipzig
Schriftsachverständige(r) /geprüfte Graphologen FVDG

Schriftvergleichung

Testamentsschrift

Die forensische Schriftvergleichung unterscheidet sich von einem laienhaften Schriftvergleich durch Kenntnis und Messung von Schriftmerkmalen sowie deren systematische Erfassung und Auswertung nach Vorschriften und Erfahrungssätzen des Schriftsachverständigenwesens.

In der forensischen Handschriftenuntersuchung ist die Frage, ob sich ein Zusammenhang zwischen Handschrift und Charakter nachweisen lässt, irrelevant. - Sondern es wird nach übereinstimmenden oder abweichenden Schriftmerkmalen gesucht, die beweiskräftig für Echtheit oder Fälschung der fragwürdigen Handschrift sprechen oder die den Urheber der anonymen Schreiben identifizieren bzw. eine bestimmte Person als Urheber ausschließen.

Die vergleichende Handschriftenuntersuchung beruht auf der Tatsache, dass die Handschrift einer Person über längere Zeit relativ stabil ist. Wichtig sind authentisches Vergleichsschriftmaterial in guter Qualität sowie Angaben über die angeblichen oder tatsächlichen Entstehungsbedingungen der strittigen Handschrift.

Physikalisch-technische-Untersuchung

Wichtigstes optisches Hilfsmittel ist neben der Lupe das Stereomikroskop bei diverser Beleuchtung.

Mit der physikalisch-technischen Untersuchung

Handschrift unter dem Stereomikroskop

Systematischer Schriftvergleich in Kombination mit physikalisch-technischer Untersuchung ermöglicht die Echtheit oder Fälschung einer fraglichen Unterschriften zweifelsfrei nachzuweisen. Voraussetzung ist, dass die strittige Handschrift möglichst im Original vorliegt, ausreichend graphische Merkmale aufweist und authentische Vergleichsunterschriften vorgelegt werden.

Die Abbildung links unten zeigt eine Schreibdruckrille, die mittels Stereomikroskop bei Streiflicht zu beobachten ist.


Copyright: 2006, überarbeitet Februar 2018, Irene Altmann, www.graphologie-leipzig.de